1Allgemeines über Allergien
In der Schweiz haben 35% (2.6 Mio.) der Bevölkerung eine Allergie-Bereitschaft, 25% (1.9 Mio.) sind Allergiker. 10-20% (0.7-1.5 Mio.) glauben eine Lebensmittelallergie zu haben und 2-4% (0.15-0.3 Mio.) sind Lebensmittelallergiker. Eine Allergie kann verschiedene Symptome hervorrufen. Bei einer Allergie sitzen die IgE-Antikörper (zum Beispiel gegen Hausstaub, Nahrungsmittel oder Pollen) auf den sogenannten Mastzellen, die vor allem an den Schnittstellen zwischen der Aussenwelt und dem Körperinneren auftreten. Diese Schnittstellen sind typischerweise unsere Schleimhäute in der Nase, in den Bronchien, Augen, Darm usw.

Die Antikörper können oft monatelang warten, bis passende Allergene vorbeikommen, um sich mit ihnen zu verbinden. Die Verbindung lässt bei den Mastzellen eine explosive Ladung von Histamin frei, damit die Durchlässigkeit der Blutgefässe erhöht wird. Histamin wird einerseits im Körper gebildet oder von aussen durch Nahrung zugeführt. Histamin gehört zur Gruppe der biogenen Amine. Grössere Mengen an Histamin sind in bestimmten Lebensmitteln, Nahrungsmitteln die verdorben sind, sowie in mikrobiell hergestellten Lebensmitteln (z.B. Sauerkraut) enthalten.

Die wichtigste Funktion von Histamin besteht in der Abwehr körperfremder Stoffe. Ausserdem wird Histamin bei allergischen Reaktionen freigesetzt und ist für die unangenehmen und bisweilen sogar lebensgefährlichen Symptome bei Allergien und Asthma verantwortlich. Dabei kann Blut leichter in das Gewebe austreten, was zu Ödeme führen kann. Die glatte Muskulatur der Gefässe erschlafft, was einen Blutdruckabfall und somit einen Schock auslösen kann. Oder die Muskulatur der Bronchien zieht sich zusammen, sodass der Mensch unter Atemnot und Asthma leidet.

Die Ursache nach den Allergieauslösern ist oft eine Detektivarbeit, da Kreuzreaktionen keine Seltenheit sind. Pollenallergiker müssen plötzlich während dem Essen niesen (so z.B. die Lebensmittelallergiker während der Pollenzeit). Das, weil die allergieauslösenden Stoffe in Pollen und in bestimmten Nahrungsmitteln ähnlich sind.

Immunglobulin-E (IgE)-Wert und Allergenspezifische IgE

Immunglobulin-E (IgE)-Wert ist bei Allergikern erhöht. Er sagt nicht aus wie viel IgE
auf den Mastzellen sitzt und auf welches Allergen man schlussendlich allergisch ist. Dafür muss man die allergenspezifischen IgE’s untersuchen.

Allergenspezifische IgE. Mit dem Test für spezifische Allergene kann man im Serum überprüfen, ob spezifische IgE’s gegen Pollen, Hausstaub, Weizen oder anderen Stoffen vorhanden sind.
2Was sind die Symptome von Allergien?
Allergien können unterschiedliche Symptome hervorrufen:

• Niesattacken
• Juckreiz
• Magenkrämpfe
• Ausschlag
• Atemnot
• Blutdruckabfall (Schock)
3Wie funktionieren die Schnelltests?
Der Blutstropfen aus der Fingerspitze wird mit der Allergenlösung auf eine Testkassette gegeben. Nach 30 Minuten wird ein positives oder negatives Testergebnis angezeigt.

Mit dem allgemeinen Allergietest von Wäfler Diagnostics AG können Sie testen, ob die oben beschriebenen Symptome allergischen Ursprungs sind (siehe Symptome von Allergien oben). Falls der Test positiv ist, können Sie mit den verschiedenen spezifischen Allergietests feststellen, auf welche Substanzen Sie allergisch sind. Folgende spezielle Allergietests sind bereits vorhanden:

• Gluten Unverträglichkeitstest (gemessen wird anti-TG-IgA-Antiköper)
• Eier Allergietest (gemessen werden spez. Antikörper gegen Eierproteine)
• Milch Allergietest (gemessen werden spez. AK gegen Laktoglobulin, Laktoalbumin, Casein)
• Hausstaub Allergietest (gemessen werden AK gegen versch. Proteine der Hausstaubmilbe)
• Heuschnupfen - Pollenallergietest (gemessen werden AK gegen das Wiesenliesch Gras)
• Katzen Allergietest (gemessen werden AK gegen Katzenhaare und Katzenspeichel)

AK=Antikörper
4Was mache ich bei einem positiven Ergebnis?
Suchen Sie bitte Ihren Arzt auf. Er kann entsprechende Untersuchungen veranlassen, um die Diagnose zu bestätigen. Nehmen Sie zu Ihrem Arztbesuch bitte die Gebrauchsanweisung des angewendeten Schnelltests mit, damit sich Ihr Arzt ein genaueres Bild machen kann, welchen Test Sie durchgeführt haben.